Über Depression

Depression. Eine Diagnose mit vielen Gesichtern.

Ein Gewicht, was sich auf meinen ganzen Körper legt. Kurz fühlt es sich wie die Umarmung eines alten Freundes an. Doch dann öffnet sich das große schwarze Loch vor mir. Der Boden unter meinen Füßen wird mir weggerissen.

Ich falle und falle. Eine Schwere liegt auf meinem ganzen Körper. Meine Gedanken werden immer langsamer. Es fühlt sich an, als wäre mein Gehirn nicht mehr in der Lage meinem Körper Befehle zu geben. Ich muss aufs Klo. Nach langem Überlegen, entscheide ich diesem Drang nachzugehen. Ich will aufstehen, aber meine Beine gehorchen mir nicht. Und es ist mir egal. Meine Umgebung fühlt sich unwirklich an. Als ob sie nicht wirklich da wäre. Oder ich in einer anderen Welt, die nichts mit meiner realen Umgebung zu tun hat. Geräusche und andere Sinneseindrücke sind irgendwie verschwommen. Dumpf. Alles fühlt sich sinnlos an. Auch der Gang zum Klo. Warum sollte ich meinen Körperbedürfnissen nachgehen, wenn eh alles so egal ist. Existiere ich überhaupt noch. Und wenn ja, warum eigentlich? Nichts macht Sinn. Alles ist unglaublich anstrengend. Selbst der Gedanke, dass Nichts Sinn macht.