Winter Solstice

Chanté Glover

Malerei

Vom dunkelsten Punkt aus träumen wir, lassen wir los, denken wir nach, trauern wir, ruhen wir, hören wir zu, und dann, wie der Wechsel der Jahreszeiten vom Winter zum Frühling, kehren wir langsam ins Licht zurück.

Das Werk „Winter Solstice“ entstand während der Wintersonnenwende 2020, als Covid-19 und soziale Unruhen die Welt, wie nie zuvor, in eine kollektive Krise stürzten. Es war die dunkelste Nacht des Jahres.

Dieses Werk fühlt sich an wie das Werben um Gefühle, die oft verdrängt und beiseite geschoben werden.

Es ist Erschöpfung, Trauer und die Pflege tiefer Wunden. Es ist eine Form von Frieden, die Kontrolle abzugeben und der Änderung der Gezeiten beizuwohnen. Es geht um die Gemeinschaft und darum, wie wichtig unsere gegenseitige Unterstützung ist, selbst wenn sie nur in der Einsamkeit zu spüren ist. Es fühlt sich an wie schwarze Ahnenträume, wie sanftes Gewicht, Zärtlichkeit und Heimat auf den Schultern von Gleichgesinnten und uralten Giganten. Es fühlt sich an wie ein Loslassen, wie ein Sich-klein-Machen. Es fühlt sich an wie die Stille vor der Morgendämmerung. In den geröteten Wangen, den Tränenspuren und in der Lebendigkeit Alles gefühlt zu haben, steckt das echte Leben.